In der letzten Zeit habe ich immer mehr Colostrum gehört und gelesen....hier schon einmal einen kurzen Bericht ....weiter werden dann folgen...........

Colostrum

Die Geschichte des Colostrums ----- Quelle:http://www.bestvital-produkte.de/lexikot...Z&b=C&id=72&pid

Bereits im 18. Jahrhundert beschrieb Dr. Hufeland die einmalige Funktion des Colostrums im Unterschied zu normaler Milch, als er dessen Einfluss auf den allgemein hohen Gesundheitsstandard und das schnelle Wachstum von Rindern erkannte. Zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es schon eine Vielzahl von Untersuchungen über Colostrum, die bis nach dem 2. Weltkrieg fortgesetzt wurden, ehe die Entwicklung von Sulfa Drogen und Antibiotika, wie z.B. Penicillin, das Zeitalter der chemischen Medizin einläuteten. Im Jahr 1955 wurde eine Publikation über "Immunmilch" als Therapie für rheumatische Arthritis veröffentlicht, wodurch die biologische Medizin wieder mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit geriet. Später wurden die Bestandteile des Colostrums in ausführlichen Humanstudien untersucht.

Diese bestätigten, dass gestillte Babys bedeutend weniger Infektionen allgemeiner bakteriologischer und virenbedingter Art hatten, dass sie größeren Appetit zeigten und im Normalfall schneller als nicht gestillte Kinder wuchsen. Es gilt als anzunehmen, dass die antimikrobiellen Eigenschaften des mütterlichen IgG`s (Antikörper) im Colostrum für diesen Unterschied verantwortlich sind.

Was ist Colostrum?

Colostrum ist das Vormilchsekret, das in den Brustdrüsen einer Mutter während der ersten 24-72 Stunden nach der Entbindung produziert wird. Das Colostrum ist derart wichtig, dass die meisten saugenden Tierjungen ohne diese Nahrung einfach sterben würden. Es ist nicht nur eine Quelle von Nährstoffen, wie Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralien, sondern es enthält auch viele biologisch aktive Moleküle, die für das Wachstum und die Immunabwehr des Körpers lebensnotwendig sind; die Immunglobuline.
Diese Art der Inhaltsstoffe kommt in solch hohen Konzentrationen in keinem anderen Naturprodukt vor.

Es sind aber nicht nur die Immunglobuline, die jenen in Colostrum der meisten Säugetiere praktisch identisch sind, es enthält zusätzlich die vierfache Menge an Wachstumsfaktoren. Außerdem enthält Rindercolostrum spezielle Glykoproteine und Protease-Hemmstoffe, die äußerst wirksam zum Schutz, der im Colostrum enthaltenen aktiven Bestandteile, vor den zerstörerischen Kräften des menschlichen und tierischen Verdauungssystems sind. Diese besonderen Inhaltsstoffe wiederum sind für die Gesundheit z.B. des Kalbes in den ersten Tagen seines Daseins unabdingbar, da während der Tragezeit, aufgrund der plazentalen Barriere, die mütterlichen Immunglobuline (= Antikörper, Abwehrstoffe) nicht bzw. nur in geringen Mengen in den Fötus übertreten können.

Dies ist eine Besonderheit beim Schwein und Rind, da diese Tierspezies einen Plazentationstyp aufweisen, der wegen einer sehr dichten Barriere zwischen Mutterschwein und Ferkel bzw. Kuh und Kalb den Austausch der Immunstoffe nicht möglich macht. Insbesondere beim Rind handelt es sich um einen Plazentationstyp namens Plazenta Syndes-Mochorialis, während z.B. der Primat Mensch einen Plazentationstyp Haemochorealis aufweist.

Das bedeutet, daß zwischen der Mutterkuh und dem Kalb eine Schichtdicke von ca. 5 Schranken besteht, im Gegensatz zum Menschen, bei dem die Schranke nur 3 Schichten aufweist. Aufgrund der Dichte der Plazenta zwischen Kuh und Kalb findet, wegen des hohen Diffusionsabstandes zwischen Mutterblut und Fötusblut, kein intensiver Stoffaustausch statt. Der Übergang der Immunglobuline von der Mutter auf das Neugeborene, bzw. der Übergang der mütterlichen Antikörper in den Organismus des Säuglings ist jedoch für diesen lebenswichtig.

Von enormer Bedeutung ist dies also bei Tieren mit einer besonders starken und dichten plazentalen Barriere, da diese Tiere praktisch ohne Abwehrstoffe geboren werden. D.h., dass ein Kalb, das diese Erstmilch nicht von der Mutter bekommt, der Konfrontation mit Bakterien oder Viren schutzlos preisgegeben ist und nur in Ausnahmefällen überleben kann.

Diese Tatsache erklärt die hohe Menge an Inhaltsstoffen in Rindercolostrum. Da Colostrum nur während der ersten Stunden nach dem Kalben verfügbar ist und der Bedarf des neugeborenen Kalbs zuerst gedeckt werden muss, ist die Überschußgewinnung für den Menschen sehr eingeschränkt. Und im Hinblick darauf, dass gutes Colostrum nur von Kühen stammen sollte, die von Antibiotika, Pestiziden und synthetischen Hormonen frei sind, kann man sich vorstellen, wie wenig des auf dem Markt erhältlichen Colostrums diese Vorgaben erfüllt.

Diesen Bericht hat mir Silvia aus unserem Forum geschickt -- DANKE !

Bericht im NDR - VISITE  vom 13.8.2008 Quelle: Bericht Clostrum NDR


Wie gesund ist Colostrum?

Sie kommt nur in den ersten zwei Tagen nach der Geburt eines Kalbes aus dem Euter, ist relativ zähflüssig und soll den Nachwuchs stärken und vor Krankheiten schützen: die Vormilch, auch Biestmilch, Erstmilch oder Colostrum genannt. Sie ist so reichhaltig, dass Bauern sie bereits seit Jahrhunderten zur Stärkung und als Heilmittel einsetzen. Forscher haben die Inhaltsstoffe des Colostrums genauer analysiert: Insgesamt stecken mehr als 80 Nähr- und Vitalstoffe in der Biestmilch, vor allem spezielle Eiweiße, die die Abwehrkräfte stärken, und Wachstumsfaktoren, die Knochen und Muskeln wachsen lassen.

Vielfältige Einsatzgebiete

Auch wenn die Vormilch eigentlich genau auf den Bedarf eines Kalbes abgestimmt ist, erhöht sie eindeutig auch die Aktivität der menschlichen Abwehrzellen - sogar im Reagenzglas. Vor allem bei allergischen Erkrankungen und Immunschwächen zeigt die Behandlung mit Colostrum Erfolge. Weitere Einsatzgebiete als unterstützende Therapie sind Schuppenflechte, Neurodermitis, Heuschnupfen, aber auch Autoimmunkrankheiten wie chronische Darm- und Gelenkentzündungen oder Multiple Sklerose. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren können zudem die Regeneration nach Operationen, Sportverletzungen oder Knochenbrüchen beschleunigen. In jedem Fall sollte aber die empfohlene Dosierung eingehalten werden, denn zu viel Colostrum kann das Immunsystem auch wieder schwächen.

Gewonnen wird das Colostrum erst, nachdem die Kuh ihr Kalb gestillt hat. Ein Kalb trinkt nur etwa zwei bis drei Liter, die Kuh gibt beim ersten Melken aber 15 bis 20 Liter. Die übrig gebliebene Biestmilch wird deshalb abgemolken, in Blöcken eingefroren und später industriell zu Kapseln oder Saft weiterverarbeitet. In der Apotheke sind diese Produkte als Nahrungsergänzungsmittel für 20 bis 60 Euro pro Packung erhältlich.

Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Josef Beuth
Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren
Joseph-Stelzmann-Straße 9
Gebäude 35a
50931 Köln
Tel. (0221) 478 64 14
Fax (0221) 478 70 17

Dr. Marco Prümmer
Sport- und Allgemeinmediziner
Gut-Dämme-Straße 1
52070 Aachen
Tel. (0241) 96 10 99 10
Fax (0241) 96 10 99 11

Autorin des Beitrags:


Volker Arend






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