Rudi ist ein Labrador
Er ist 2002 geboren.
Größe 70 cm
 Gewicht 44 kg


1. Symptome Herbst 2008
Diagnose erstellt am 2.12.2008
 1. Diagnose lautet: Fibrosarkom
2. Diagnose lautet: Osteosarkom
Gestorben am 22.07.2009

Rudis Tagebuch

erzählt vom Frauchen Angelika

Rudi ist ein 7 Jahre alter, sehr temperamentvoller Labradorrüde, seit 05.02.2009 mein glücklicher Dreibeiner, den ich über alles liebe!

Ich habe hier seine Geschichte in Form eines Tagebuches festgehalten.


Herbst 2008: Rudi beginnt vorne links zu humpeln. Die Untersuchung beim Haustierarzt ergab die erste Dignose Zerrung. Wir sollen ihn schonen und er bekommt das Schmerzmittel Previcox. Mit dem Schmerzmedikament geht es ganz gut, bis zu einem schweren Sturz beim Toben. Rudi ist einfach beim Rennen vorne weggeknickt und blieb schreiend liegen. Ich krieg immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, es müssen wahnsinnige Schmerzen gewesen sein, ich konnte ihn kaum beruhigen. Wir fuhren sofort zur Tierklinik.


03.12.2008: 1.Röntgenbild und anschließende Biopsie. Es handelte sich um einen Tumor am Oberarmknochen mit Schulterbeteiligung. Unsere Tierärztin machte uns klar, dass Rudi schwer krank ist. Die Nachricht war nicht zu fassen, wir konnten es nicht glauben: warum unser Rudi? Unbeschreibliche Gefühle und Hilflosigkeit…..

Immer wieder sah ich Rudi an und mußte weinen, ein Glück, er wusste nicht warum.


11.12.2008: Der Befund der Biopsie ergab: Fibrosarkom (bösartiger Tumor des Bindegewebes) und Entzündungsanteile. Unsere TÄ riet zur Amputation. Das kam für uns zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage. Also bekam Rudi weiter Schmerzmittel und Antibiotikum gegen die Entzündung.


Ende Januar 2009: Rudis Schmerzen sind kaum noch zu beherrschen. Er läuft nur noch auf 3 Beinen. Wir müssen uns entscheiden….


02.02.2009: 2.Röntgenbild: der Tumor hat sich massiv ausgebreitet, es droht ein baldiger Knochenbruch - das wäre das Ende - unfassbar.

Wir wollen ihn nicht verlieren - wir kämpfen - und ließen doch amputieren….


05.02.2009: Der Tag der Amputation - ein furchtbarer Tag für uns.

Vor der OP wurde Rudi komplett untersucht, es waren keine Metastasen zu finden, wir schöpften Hoffnung.

Die Operation dauerte 4 Stunden. Rudi mußte 1 Nacht in der Tierklinik bleiben.


06.02.2009: Rudi ist wieder bei uns, wir sind überglücklich. Er war so tapfer. Bekam natürlich starke Schmerzmittel, aber nach 1 Woche war ihm von den Strapazen dieser großen OP kaum noch was anzumerken.

Die nochmalige histologische Untersuchung des Knochens und des Tumors ergab:

Osteosarkom ! Aber wir lassen uns nicht unterkriegen….

Seitdem ist Rudi völlig schmerzfrei, vergnügt und macht eigentlich alles was er aus seinem Leben als Vierbeiner kennt. Die Gefahr, dass irgendwo Mikrometastasen in seinem Körper sind ist natürlich da, aber wir hoffen, dass er noch lange bei uns bleibt.

Wir sind froh, uns für die Amputation entschieden zu haben und genießen jeden Tag mit unserem Schatz.


 

Hier nochmal ein aktuelles Video von Rudi beim Baden: Rudi kühlt sich ab!  

11.06.2009: Wir waren Anfang der Woche mit Rudi zur Blutentnahme, heute erhielten wir den Befund - alle Werte im Normbereich - wir sind überglücklich.

13.06.2009: Rudi bekommt ganz plötzlich auf der Nase eine Beule. Auch an der Amputationsnarbe kann ich eine etwa kirschgroße Veränderung tasten. Ich bin sehr beunruhigt. Mein erster Gedanke: Metastasen? Aber meinem Rudi ist nichts anzumerken, er frißt, spielt und tobt wie immer.

20.06.2009: Wir haben eine schreckliche Woche hinter uns, die Beule auf der Nase ist schon doppelt so groß und die Veränderung an der Amputationsnarbe hat sich auch vergrößert. Alles deutet auf 2 neue Tumore infolge Metastasen hin.

Der Knoten an der Amputationsnarbe wurde heute komplett entfernt und von der Nase wurde eine Biopsie gemacht. Jetzt müssen wir die pathologische Untersuchung abwarten, aber unsere Tierärztin sagte mir heute schon: sie hat kein gutes Gefühl.

Ich bin am Boden zerstört….

24.06.2009: Heute haben wir den Befund von der Pathologie erhalten: beide Tumore sind bösartig und eindeutig infolge der Metastasen des Osteosarkoms gewachsen.

Jetzt können wir eigentlich nur hoffen, dass der Nasentumor nicht zu schnell wächst.

Unsere TÄ sagte, jetzt heißt es Rudi auf dem letzten Stück weg so gut wie möglich zu begleiten und die ihm verbleibende Zeit so schön wie möglich zu machen.

Die ganze Heimfahrt von der Klinik sitze ich von Tränen überströmt im Auto, Rudi leckt mich die ganze Zeit, er kann es nicht verstehen, dass Frauchen so traurig ist. Er hat immer noch so einen Lebenswillen und zeigt keinerlei anderen Symptome.

08.07.2009: Rudis Nasentumor ist explosionsartig gewachsen. Er ist jetzt doppelt so groß, wie vor einer Woche. Dazu kommt, dass er sich auch nach innen ausgebreitet hat und Rudi jetzt ständig aus der Nase blutet. Aber mein Rudi zeigt mir eindeutig, dass er noch nicht gehen will. Trotz allem hat er immer noch eine unglaubliche Lebensfreude. Darum haben wir uns heute entschieden, ihn noch mal operieren zu lassen. Es war eine sehr schwierige, lange OP. Der Tumor hatte das Nasenbein in Größe eines 2 Euro Stückes zerstört. Die TÄ entfernte alles, was sie sehen konnte.

Wahrscheinlich ist dies jetzt seine letzte Chance…..

Unser Ziel ist es, noch einen wunderschönen Sommer zusammen mit Rudi zu verleben, dafür kämpfen wir jetzt.

09.07.2009: Rudi hat die OP gut verkraftet, er frißt schon wieder und animiert mich zum Ball spielen. Mein Rudi ist einfach unvergleichlich…..

13.07.2009: Rudi geht es gut. Sorgen macht mir jetzt immer noch das Nasenbluten.

Es ist mal schwächer, mal stärker. Er bekommt Tropfen für die Blutgerinnung und Eisen zur Unterstützung der Blutbildung. Mehr können wir nicht tun - wir hoffen, dass jetzt das Bluten endlich aufhört…….

Hier ein Video: Rudi wollte einen Ausflug machen

23.07.2009: Heute endet hier Rudis Geschichte.....
Er ist gestern mit unserer ganzen Liebe über die Regenbogenbrücke gegangen.

Das einzige, was mich tröstet ist, dass er keinen einzigen Moment gelitten hat. Er hat als glücklicher Hund würdevoll diese Welt verlassen....
Die Zeit nach der Amputation war die intensivste und schönste Zeit für uns - wir sind dankbar, für jeden Tag danach, den wir mit Rudi erleben durften!

Ich wünsche allen Betroffenen ganz viel Kraft für die Zeit nach der Diagnosestellung dieser Krankheit.

Kämpft für uns weiter!








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