Geboren 2005 -- verstorben am 28.01.2008

Osteosarkom bei Sammy

Im August 2007 fing alles an. Sammy fing von heute auf morgen an zu humpeln, wir dachten uns auch nichts schlimmes dabei. Als Sammy dann beim Gassi gehen auch noch plötzlich laut aufjaulte und seinen rechten Vorderlauf entlastete, sind wir natürlich gleich zum Tierarzt gefahren. Leider war unser eigentlicher Tierarzt im Urlaub und so sind wir ausnahmsweise zu einer Tierärztin aus unserem Ort gegangen. Sie hat Sammys Fußgelenk abgetastet. Da aber nix außergewöhnliches zu fühlen war, tippte sie auf eine Verstauchung. Sammy bekam ein Antibiotikum und nach einer Woche war alles wieder okay.
Im Dezember 07 dann fing er wieder an zu humpeln und wieder entlastete er teilweise seinen rechten Vorderlauf. Das Fußgelenk war dicker als sonst und wir sind wieder zum Tierarzt gefahren. Dieses Mal aber zu unserem Tierarzt. Er tastete Sammys Fußgelenk ab und war sehr verwundert, dass sich das dickere Gelenk nicht weich sondern knochig anfühlte und er tippte auf ein Osteosarkom.
Da er selbst aber kein Röntgengerät hatte, mussten wir zu einem anderen Tierarzt.
Im Januar 08 ließen wir Sammy röntgen. Auf den Röntgenbildern war das Osteosarkom deutlich zu erkennen und man konnte auch sehen, wie „abgenagt“ Elle und Speiche aussahen. Der Tierarzt sagte, er könne leider nichts mehr für Sammy tun und das Amputation und Chemo nur lindernd wirken würden aber nicht heilen.
Er hat Sammy ein Antibiotikum gespritzt, was eigentlich 4-5 Wochen die Schmerzen nehmen sollte.
Sammy humpelt trotzdem leicht, nach 2 Wochen aber schon wieder sehr stark. Sammy nagte und leckte ständig an dem Gelenk, wo das Osteosarkom saß. Er lag die ganze Zeit nur in seinem Bett, wenn mein Freund von der Arbeit kam, stand Sammy nicht mal mehr auf um ihn zu begrüßen und auch zum Gassi gehen musste ich Sammy überreden.

Als er dann auch noch anfing an seinem linken Vorderlauf und seinem rechten Hinterlauf zu nagen, war das für uns das Zeichen, dass der Krebs schon sehr fortgeschritten ist und wir entschieden uns zu dem schwersten Schritt meines Lebens – Einschläferung.
Wir warteten noch den Geburtstag meines Freundes ab, damit sich nochmal alle von Sammy verabschieden konnten.

Am nächsten Tag, dem 28.01.2008, wollten wir zum Tierarzt fahren und Sammy erlösen.

Während mein Freund noch auf der Arbeit war, plagten mich immer wieder Tränenausbrüche. So gegen 18 Uhr kam mein Freund von Arbeit und wir fuhren zum Tierarzt. Dort mussten wir noch eine ganze Weile warten, was für mich sehr qualvoll war. Dann waren wir endlich dran, der Tierarzt setzte Sammy in Vollnarkose und dann gab er ihm die entscheidende Spritze.
Und obwohl auf mich ein Nervenzusammenbruch zukam, hielt ich die ganze Zeit Sammys Pfote, während Sammy über die Regenbogenbrücke lief.

Wir haben uns gegen eine Behandlung und für die Einschläferung entschieden, weil wir Sammy in unseren Augen nur gequält hätten.
Sammy hasste Tierärzte und wäre bei jeder Untersuchung ausgerastet. Außerdem hat man an seinem Verhalten gemerkt, dass er sich längst aufgegeben hatte und da hätte eine Behandlung nichts gebracht.

Wir holten Sammy aus dem Tierheim, da war er gerade mal 2 Jahre jung, ein Jahr später kam der Krebs. Sammy starb so jung, aber wir konnten ihm wenigsten ein Jahr außerhalb des Tierheims, ein Jahr voller Liebe und Zuneigung schenken.

Jetzt lebt Amy (4 Monate jung) bei uns, wir haben sie nur einen Tag nach Sammys Ableben zu uns geholt.
Einige werden dies vielleicht negativ beurteilen, aber für uns war es die richtige Entscheidung. Sie hat uns sehr über die Trauer um Sammy hinweggeholfen.

Und auch wenn Amy jetzt bei uns ist, wir werden Sammy nie vergessen.

B.R., 16.03.2008





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