Togo
Schäferhundmix
Geboren 1995


Tumor am linken Vorderlauf
erste Symptome: Anfang 2005
Diagnose: März 2005
Gestorben: 27.12.2008

Osteosarkom bei Togo - Leben mit dem Tumor
Erzählt von Frauchen Katharina am 28. April 2008

Mein Rüde Togo, Schäferhundmix, Größe ca. 57 cm, mittlerweile 13 Jahre.
Fütterung zum Zeitpunkt der Diagnose und die Jahre vorher Trofu, mittlerweile BARF, hat am linken Vorderlauf ein Osteosarkom.
 
Wir haben die Diagnose im März 2005 bekommen. Togo war zu dem Zeitpunkt also10 Jahre.
Angefangen hat alles damit, dass er auf dem Gassi nach größerer Belastung (Wettrennen mit dem 2. Hund)
humpelte. Ich dachte natürlich erstmal, dass er sich verknackst hatte, dann hab ich es natürlich auf das Alter geschoben, vielleicht Athrose oder ähnliches. Als die Pfote schließlich auch noch dick wurde, wurde beim TA geröngt und der TA sagte mir gleich, das sähe aus wie Knochenkrebs. Schon sehr fortgeschritten und leider wohl auch nicht wirklich operabel, da der Dickere der beiden Knochen befallen wäre und man dann das ganze Bein abnehmen müsste.
 
Da das mein Haustierarzt sagte, bin ich mit Togo zu einem Spezialisten. Dieser sagte, dass man anhand der Röntgenbilds nicht 100 % sicher sein könne, dass das wirklich Knochenkrebs ist. Normalerweise bekommen Hunde das schon mit 2-3 Jahren, das Alter sei also auch sehr untypisch. Es wurde eine Gewebeprobe entnommen und die Lunge würde auch gleich geröngt wg. Metastasen. Der Verdacht auf Knochenkrebs bestätigte sich, Metastasen waren keine erkennbar. Der TA meinte, wenn es sein Hund wäre, würde er das Bein abnehmen, dann würde er vielleicht noch 1 Jahr gut leben können.
Wenn nicht, würde das vielleicht noch 3 Monate gut gehen, entweder das Bein bricht (der TA meinte nach der OP, er konnte die Nadel ganz einfach in den Knochen schieben, also schon alles sehr sehr weich) oder aber, was wahrscheinlicher ist, die Schmerzen werden so groß, dass nichts mehr hilft.
Ich entschied mich gegen die OP, auf Grund von Togos Alter und dass ich überhaupt kein gutes Gefühl hatte, an dem Hund noch weiter rumzuschnippeln.
Wir bekamen Schmerzmittel (Rimadyl) und noch Tabletten für Menschen, die ähnlich wie eine Chemo wirken (Bonefos 800 mg). Diese waren wirkliche Hämmer, ich sollte sie nur mit Handschuhen anfassen.
Togo bekam die Tabletten vielleicht 1-2 Monate, alle zwei Tage. Da es ihm aber dadurch teilweise nicht so richtig gut ging, ihm war sichtlich schlecht, habe ich die Tabletten dann abgesetzt und nur noch das Schmerzmittel gegeben. Er sollte sich seine letzten Tage so gut wie möglich fühlen.
Togo schonte weiterhin seine Pfote und lief zeitweise nur auf 3 Beinen. Ich hatte natürlich fürchterliche Panik, die Pfote würde brechen, wenn mal keiner in Reichweite war oder auf Grund zu großer Belastung auf dem großen Gassi. Ich lies ihn somit immer daheim. Irgendwann war er deswegen so traurig, dass ich es nicht mehr übers Herz brachte ihn daheim zu lassen und somit durfte er wieder mit. Ich dachte mir, wenn die Pfote zu sehr weh tut, soll er halt auf 3 Beinen laufen. Durch die vorhergehende Schonung hatten sich seine Muskeln in dem Bein schon sehr abgebaut, sodass er diese nun langsam aber sicher wieder aufbaute. 
Ging es mit der Pfote nicht mehr, lief er eben auf 3 Beinen, aber er war glücklich überhaupt dabei sein zu dürfen. 
 
Gelegentliche Besuche beim TA um Tabletten abzuholen, brachten den TA immer wieder ins Staunen, dass der Hund noch lebte, aber er sagte mir jedesmal, ich solle mir keine Hoffnung machen.
 
Mittlerweile sind 3 Jahre ins Land gegangen und Togo braucht für seine Pfote nun nicht mal mehr Rimadyl.

Er ist ein absolut normaler 13 jähriger Hund. Er geht weiterhin mit auf alle Gassi, er läuft nur einfach etwas langsamer. Was aber auf das Alter zu schieben ist und nicht auf den Krebs.
 
Ich hoffe, dass dieser Bericht allen die in der selben Situation sind, etwas Hoffnung gibt und dass aus ihren 3 Monaten auch 3 Jahre werden! 


14.11.2008:
 
Togos Pfote hat sich in den letzten Monaten verschlimmert, was ja letztlich abzusehen war. Er bekommt als Schmerzmittel nun Phen Pred, 2 x täglich 2 Tabletten.
 
Seine Pfote wird nach oben hin nun dicker und es haben sich auch noch zwei Knoten gebildet, die aber nicht hart, wie der ursprüngliche Knubbel, sondern weich sind. Das sehe ich als kein gutes Zeichen. Außerdem benutzt er seit gestern die Pfote nur noch sehr selten...
 
Vom Kopf her ist er immer noch fit, spielt mit seinem Ball oder versucht Katzen zu jagen, leider spiel eben der Körper nicht mehr so mit...
 
Hier noch ein aktuelles Foto von seiner Pfote:
   
Am 27.12.2008 ist Togo über die Regenbogenbrücke gegangen.
 
Seine Pfote ist letztendlich innerhalb einer (!) Woche von dem obigen Bild (Stand 14.11.08) auf das hier

angewachsen.
Nachdem das Krebswachstum innerhalb einer Woche so rasant zugenommen hatte, wären wohl innerhalb kürzester Zeit auch die inneren Organe befallen worden, was dann mit wirklich heftigen Schmerzen einhergangen wäre. Somit war der Zeitpunkt gekommen, Togo zu erlösen.
 
Ich hatte das riesige Glück, meinen Hund, trotz der schlimmen Diagnose, noch fast 4 (!) schöne Jahre bei mir zu haben!




 




Für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor verantwortlich.

Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt opage.de steht zum Verkauf Besucherstatistiken von opage.de etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse

Kostenlose Homepage