Toni ist ein Stafford-Dogge-Mix
und im Januar 2000 geboren.
Mit 3 Monaten kam er ins Tierheim und wartete dort, bis wir ihn im November 2001 als neues Familienmitglied zu uns nahmen

Tumor am rechten Vorderbein
Erste Symptome: Juli 2007
Diagnose erstellt: Februar 2008
Gestorben am 3. Juli 2009

Toni, der Kämpfer erzählt von Frauchen Kirstin
 
Im Juli 2007 sprang Toni von einer Mauer, die viel zu hoch dafür war --
2 Tage später fing er etwas an zu humpeln.
Wir dachten natürlich, er hätte sich beim Sprung verletzt und es würde sich wieder geben.
Das Humpeln wurde aber schlimmer und am untersten Gelenk des rechten Vorderlaufes wurde eine Schwellung sichtbar.
Anfangs gingen wir von einer Zerrung, Verstauchung oder Ähnlichem aus.Es gab Cortison, Antiobiotika und Rimadyl., das half auch für ca.2 Wochen.
Dann wurde das Humpeln, vor allem nach längeren Spaziergängen oder Sprints wieder schlimmer. Auch wurde die Schwellung nach Anstrengung größer.Nun wurde geröntgt, was aber keine Auffälligkeiten ergab.
Also wieder Schmerzmedikamente und schonen. Diesmal gab es Metacam, was auch besser half.
Im Laufe der nächsten Monate war es dann mal besser, mal schlechter mit dem Laufen. Die Schwellung war mal mehr, mal weniger ausgeprägt.
Das zog sich alles über mehrere Monate hin.
Bis es dann im Dezember 2007 wieder sehr schlimm wurde und wir nochmals zum Röntgen sind.
Diesmal wurden beide vorderen Extremitäten von den Krallen bis zu den Schultergelenken durchgeröntgt.
Nichts zu sehen!
Unser Tierarzt empfahl uns einen Kollegen, der auf Gelenk-und Knochenerkrankungen spezialisiert ist.
Er sagte, wenn Ihr eine Diagnose bekommen wollt, dann dort.
Da dies für uns aber eine fast 400km lange Fahrt bedeutete, zögerten wir den Termin erstmal raus. Zwischenzeitlich lief Toni ja auch immer wieder mal besser. Wir dachten ja auch immer noch an was „Harmloses“ wie ein kleiner Knochensplitter oder ein Haarriß im Knochen.
Da wir im Februar 2008 eine Woche Urlaub hatten, nutzten wir diese nun endlich für den Termin in Wiesloch/Heidelberg, um Tonis Humpelei endlich abzuklären.
 
Nach eingehender Untersuchung teilte uns der Arzt schon mit, wir sollten beten, dass es alles ist, aber kein Osteosarkom -- Leider bestätigte das Röntgen und anschließende CT aber seine Diagnose.
Wir sind aus allen Wolken gefallen und uns wurde der Boden unter den Füßen weggezogen.Während wir bei unserem Bärchen warteten, dass er wieder aus der Narkose erwacht, haben wir nur geheult.
Nach einem ausführlichem Gespräch mit dem sehr ehrlichen und aufrichtigen Tierarzt fiel unsere Entscheidung gegen eine Amputation einstimmig.
 
Die Prognose des Tierarztes lautete: nur mit viel Glück ist Ihr Hund in drei Monaten noch bei Ihnen! Dies war am 18.2.2008.
 
Nach dieser Diagnose fand ich leider kaum brauchbare Info’s im Netz.
Toni wurde schon vorher gebarft und ab sofort wurde er nach der Krebsdiät ernährt. Zusätzlich gibt es die Budwig-Diät.
Als Zusätze bekommt er Hagebuttenpulver, Vit-B-Komplex, MSM, Vit K1, Cats claw, Selen und Zink
Unsere Tierphysiotherapeutin, die auch THP ist, empfahl uns die Tumortherapie von HEEL. Zwei Zyklen haben wir durchgeführt. Während dieser 2x4 Wochen hat Toni sich in der Wohnung mehr zurückgezogen, war draußen aber frech und neugierig wie immer.
Seit Anfang Mai gab es dann außer Schmerzmedikamenten und den Nahrungsergänzungen nichts mehr.
Alle 2 Wochen bekommt er Akkupunktur, die ihm anscheinend sehr gut tut. Teilweise verschwindet das Humpeln anschließend ganz.
Die Schwellung am Fußgelenk ist seit Diagnosestellung nur minimal größer geworden.
 
Mitte Juni war ich dann bei einer mir empfohlenen THP.
Eigentlich hatte ich über die Misteltherapie mit ihr reden wollen.
Sie  meinte aber, wir würden erstmal was anderes ausprobieren, weil die Misteltherapie doch auch recht aggressiv sei und nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Nun bekommt Toni Acidum hydrofluoricum und Hekla lava.
Zusätzlich gibt es jetzt noch mal die Tumortherapie von Heel.
Bei den ersten beiden Zyklen fehlten wohl zwei Medikamente, und nun gibt es die Therapie noch mal in ausgereifter Form.
Beim Erstgespräch musste ich der THP dreimal sagen, wie lange das Gelenk schon geschwollen ist (also der Tumor wohl mindestens schon da ist), denn sie konnte es gar nicht glauben und sagte ziemlich ungläubig: Und der lebt immer noch??
Jau, tut er! Und wie er das tut!
Die Prognose des Tierarztes in Wiesloch hat Toni nun schon um 6 Wochen überlebt. Wer nicht weiß, dass er so schwer krank ist, merkt es nicht.
An richtig guten Tagen (meist nach der Akkupunktur) fahren wir raus in den Wald und dann sprintet er wie von der Tarantel gestochen los. Ich habe dann meist Pipi in den Augen vor Glück, ihn noch so erleben zu dürfen. An den anderen Tagen gibt es „normale“ Spaziergänge. Mal länger, mal kürzer, je nach „Humpelgrad“.
Unsere Schmerztherapie besteht momentan aus Traumeel, Zeel und Metacam (Hälfte der empfohlenen Dosierung reicht z.Zt.)
 
Ich hoffe und bete, dass unser Kampfschmuser noch eine lange Zeit schmerzfrei bei uns sein kann. Wir versuchen, jeden Tag mit ihm zu genießen, obwohl es trotzdem immer zu wenig sein wird.

Wer einen Hund mit dieser Diagnose hat oder hatte, kennt die Achterbahn der Gefühle, die diese Zeit mit sich bringt.
Und riesengroß ist die Angst vor dem Tag, an dem Toni uns hoffentlich unmissverständlich zu verstehen geben wird, dass wir den Kampf nun verloren haben…

Fortsetzung 01.09.08:
 
Toni geht es weiterhin sehr gut. Ich würde sogar sagen, viel besser als im Februar bei Diagnosestellung.
Wir haben nun zwei weitere Zyklen der Tumortherapie von HEEL hinter uns.
Die Therapie unserer THP wurde um einige weitere Medikamente ergänzt.
Das Metacam konnten wir inzwischen ganz absetzen, so daß Toni's Schmerztherapie nur noch aus Traumeel und Zeel besteht.
Nur nach längeren Spaziergängen oder Überanstrengung bekommt er Novalgin oder Metacam, damit erst gar keine Schmerzen auftreten.
Die Schwellung ist inzwischen nicht mehr teigig-schwammig, sondern hat sich verhärtet.Unsere THP gibt vorsichtig Grund zu der Hoffnung, daß wir es geschafft haben könnten, den Tumor abzukapseln.
 
Toni strahlt zur Zeit eine enorme Lebensfreude aus und strotzt geradezu vor Energie.

Er tobt durchs Wasser, rast über Felder, sprintet durch den Wald...und alles ohne Einschränkungen oder Anzeichen von Schmerzen. Selbst Spaziergänge von 2-3 Stunden Länge sind momentan kein Problem für ihn.
Da war vor einigen Wochen noch nicht dran zu denken.
 
Die Prognose haben wir nun mehr als verdoppelt und wir sind dem TA in keinster Weise böse, daß er sich damit geirrt hat.
 
18.02.2009 - Ein Jahr nach Diagnosestellung

Daß ich diese Zeilen jemals schreiben werde, hätte ich vor einem Jahr weder zu glauben, träumen oder hoffen gewagt. Und doch ist es wahr:
Unser Toni ist ein Jahr nach dieser niederschmetternden Diagnose immer noch bei uns.

Hier ein kleiner Abriß unserer letzten Monate:
Im Oktober hat Toni sich bei einem Waldspaziergang dermaßen uberanstrengt, daß sein betroffenes Bein am Tumor extrem angeschwollen ist.Ich dachte natürlich gleich an einen Wachstumsschub.
Meine THP beruhigte mich aber und meinte, es käme nur durch die Überanstrengung.
Und so war es dann zum Glück auch.Gaaaaanz langsam schwoll das Bein wieder auf das gewohnte Ausmaß ab.

Inzwischen tobt Toni wieder viel zu wild durch Wald und Feld und ist weiterhin voller Lebensfreude-und energie.
Unsere Spaziergänge fallen nun trotzdem etwas kürzer aus.
Dafür haben wir laienhaft mit dem Dumytraining angefangen und Toni wird vermehrt mit Wohnzimmeragility beschäftigt.

Im Januar versetzte mich ein immer wiederkehrender Reizhusten dann in eine ziemliche Panik.
Im Geiste sah ich schon die Metastasen vor mir.Aber es war nur eine Halsentzündung, die wir auch rasch überwunden haben.
Dieses Wechselbad der Gefühle kostet wirklich Kraft - aber bis jetzt hat es sich gelohnt!

Toni's homöopathische Therapie wurde/ wird hier und da um das ein oder andere Mittel ergänzt oder reduziert und weiterhin benötigt er außer Zeel und Traumeel keine weiteren Schmerzmedikamente.

Irgendwie ist sonst nichts Spektakuläres passiert und natürlich hoffe ich, daß dies auch noch lange so bleibt und Toni weiterhin tapfer an meiner Seite kämpft.

Liebe Grüße von Kirstin und Toni, der dem Begriff "Kampfhund" eine ganz neue Bedeutung gibt :D




Anfang Juni wurden bei Toni Lungenmetastasen diagnostiziert.

Er hustete immer häufiger und war schnell  aus der Puste.

Zusätzlich begann nun auch der Tumor zu wachsen und verursachte unserem Bärchen deutliche Schmerzen.

Wir haben alles Mögliche an Schmerzmedikamenten ausprobiert, sogar hin bis zu Morphinpräparaten.

Aber wir haben die Schmerzen nicht mehr in den Griff bekommen und so haben wir unseren tapferen Kampfschmuser am 3.07.09 schweren Herzens erlöst.

Zum Abschied hat er uns nochmal durch die Gesichter geschleckt und ist dann ganz friedlich in unseren Armen eingeschlafen.

 

Wir werden dich sehr vermissen und sind dankbar für siebeneinhalb tolle Jahre!

 LG

Kirstin


 





























































 




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